Migrantenrat Dessau-Roßlau
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Projekt „Geschichten in der Einwanderungsgesellschaft – Erinnerung in der neuen Heimat“ belegt zweiten Platz beim Landesintegrationspreis Sachsen-Anhalt

„Geschichten in der Einwanderungsgesellschaft – Erinnerung in der neuen Heimat“  ist ein Bildungs- und Begegnungsprojekt das sich mit Zeitzeugenarbeit mit Migranten beschäftigt. Schulklassen in Dessau-Roßlau und Magdeburg wurden mit Migranten zusammengebracht, welche die deutsche Wiedervereinigung mit eigenen Augen erlebt haben und dazu interviewt. Das Projekt verfolgt dabei das Ziel der Aufarbeitung des wohl zentralsten Ereigniss der jüngeren gesamtdeutschen Geschichte aus Perspektive von Migranten. Ausgehend davon, dass eine gelungene Willkommenskultur von einer gemeinsamen Erinnerungskultur abhängt, soll die Erfassung dieser Minderheitenperspektive helfen ein ganzheitliches Bild der deutschen Wiedervereinigung wiederzugeben. Darüber hinaus soll es aber auch die Einwanderungstradition der neuen Bundesländer rekonstruieren, da dieser Aspekt in den Geschichtsbüchern häufig und mehrheitlich aus Perspektive der alten Bundesländer wiedergegeben wird.  Der mit 500 € dotierte Preis wurde dem Projekt auf Grund seines inhaltlichen Aufbaus und der nachhaltigen Projektergebnisse verliehen. Neben der Etablierung der oben genannten Themenkomplexe in schulischer und außerschulischer Bildung, wird ein Zeitzeugenpool errichtet sowie methodisches Rüstzeug entwickelt um die Zeitzeugenarbeit mit Migranten auch nach Projektende nutzbar zu machen.

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